Neues Schulgesetz ist ein Fortschritt für das Land

Der dänische Schulverein (Dansk Skoleforening for Sydslesvig e.V.) begrüßt die neuen Regelungen des Schulgesetzes, das mit Beginn des Schuljahres 2014/15 in Kraft treten soll. Die geplante Reform der Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft stellt aus Sicht des dänischen Schulvereins einen ausgesprochen fairen Kompromiss dar, der den Interessen des Landes und dem Gleichstellungsgedanken gleichermaßen gerecht wird. In den angestrebten Veränderungen des Schulgesetzes sieht der Träger der Schulen der dänischen Minderheit zudem eine erhebliche Verbesserung der Bildungschancen für die Kinder und Jugendlichen im Land.

»Wir freuen uns, dass die besondere Bedeutung unserer Schulen als Minderheitenschulwesen hervorgehoben, und dass unser Anspruch auf Schutz und Förderung im neuen Schulgesetz festhalten wird«, erklärt der Vorsitzende des dänischen Schulvereins, Per Gildberg, aus Anlass der zweiten Lesung der Gesetzesentwürfe zur Änderung des Schulgesetzes. Auch die erstmals gesetzlich verankerte Pflege der friesischen Sprache sei sehr erfreulich.

Von der konsequenten Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschulen verspricht sich der Schulverein eine deutliche Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit im Land. »Wir haben außerordentlich gute Erfahrungen mit dem Grundprinzip des gemeinsamen Lernens gemacht«, berichtet der Direktor des Schulvereins, Anders Molt Ipsen. »Seit Einführung der Gemeinschaftsschule an unseren Schulen hat das Prinzip des längeren gemeinsamen Lernens zu einer bemerkenswerten Steigerung der Abiturientenquote geführt. Statt wie vorher ca. 34 %, schaffen jetzt rund 50 % eines Jahrgangs den Eintritt in die Oberstufe. Insgesamt haben seit der Reform unseres Schulwesens deutlich mehr Schülerinnen und Schüler einen höheren Schulabschluss erreicht.«

An den Schulen der dänischen Minderheit wird seit 2007 an Gemeinschaftsschulen unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler der dänischen Schulen nehmen zu gleichen Bedingungen am Zentralabitur teil wie die Schülerinnen und Schüler der öffentlichen deutschen Schulen.

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